Das Meer

Was sind deine Gedanken wenn du an das Meer denkst?

Ich möchte dir erzählen woran ich denke:

Es ist früh am Morgen. 

Bevor ich es sehe, schmecke und rieche ich die salzige Luft die vom Meer ins Innere des Landes weht, erst viel später höre ich das Meer und denke, es ruft nach mir. Dann, wenn ich durch die hohen und langen Dünen gehe, erst dann können meine Augen das Meer sehen. 

Die Zeit des Sonnenaufgangs.

Da liegt es vor mir, das Element ohne das ich nicht existieren kann. 

Die Wellen sind an diesem Oktober Morgen besonders hoch. Ein starker Wind treibt sie an den Strand wo sie sich ganz weit auslaufen. Der Meeresschaum legt sich wie Schnee an den Strand. Hin und wieder stieben sie in der Dunkelheit einzeln weiter zu den Dünen als ob sie Schneeflocken wären. 

Ich beuge mich nach unten und nehme eine Handvoll Schaum. Ich reibe mein Gesicht und meinen Hals damit ein. Ich spüre sofort das Salzige auf der Haut. 

Bin ich jetzt eins mit dem Meer? Ein Teil von ihm? 

Die Sonne ist aufgegangen und ich gehe vom Strand zurück zu den Dünen. Ich schaue mich nicht um, denn ich verabschiede mich nicht vom Meer. Das Meer ist in mir.

Jetzt, am Ende der Dünen ist es ganz hell geworden, der Wind dort ruhiger. 

Ich höre sie noch, die Wellen. Bald, bald bin ich wieder da.

Jann-B. Webermann 30. September 2017 

4 Kommentare zu „Das Meer

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